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Erzgruben und Eisenhütten mit gewaltigen Hochofenanlagen und
Stahlwerken prägen seit Jahrzehnten das Fensch-, Orne- und
Moseltal im Bereich zwischen Thionville und Longwy.
Großartige Zeugnisse der Industriekultur und eine reiche industriell
geprägte Kulturlandschaft erwarten denjenigen, der sich in
diesen eher unbekannten Teil Lothringens verirrt. Wer
jedoch dort auf Spurensuche geht, der wird mit seltenen Eindrücken
von einer Region, die sich im Strukturwandel und in einer Phase
der Neuorientierung befindet, belohnt.
Fast 150 Jahre lang förderten Bergleute hier Erze aus der Erde
- im Tage- wie im Tiefbau. Auf der Grundlage dieser Ressourcen entwickelte
sich das zwischenzeitlich größte Eisenhüttenrevier
Frankreichs. Wenige Anlagen sind noch in Betrieb. Die unterschiedlichen
Epochen dieser Montanära mit ihrer technischen und sozialen
Entwicklung können bei einer Rundfahrt heute noch erlebt und
nachvollzogen werden. Maschinenhallen, Werkstätten, Fördertürme
und Hochöfen aus verschiedenen Jahrzehnten sind komplett erhalten.
Der Raubbau an der Natur hat zudem seine Spuren in der Landschaft
hinterlassen: mächtige Halden und riesige kontaminierte Brachflächen
blieben zurück. Alles das sind Zeugnisse einer 150jährigen
Industriegeschichte, die Menschen und Natur gleichermaßen
geformt hat.
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