|
Aufbrüche
Über das Frühjahr
|
|
|
Lange bevor
Wir uns stürzten auf Erdöl, Eisen und Ammoniak
Gab es in jedem Jahr
Die Zeit der unaufhaltsam und heftig grünenden Bäume.
Wir alle erinnern uns
Verlängerte Tage
Helleren Himmels
Änderung der Luft
Des gewiss kommenden Frühjahrs.
(Bertolt Brecht)
|
|
|
»Ertrage freundlich-gelassen den
Ratschluss der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Grazie
auf. Stärke die Kraft des Geistes, damit sie dich in plötzlich
hereinbrechendem Unglück schütze. Aber beunruhige dich
nicht mit Einbildungen. Viele Befürchtungen sind Folge
von Erschöpfung und Einsamkeit. Bei einem heilsamen Maß
an Selbstdisziplin sei gut zu dir selbst.«
(aus dem Baltimore-Gebet)
|
|
|
Niemand kann Freude befehlen, niemand für
sich selbst einfach machen.
Aber ebenso wahr ist, dass unsere Zeit und zugleich die meisten
Leute alles tun, um Freude zu verhindern.
(Hildegunde Wöller)
|
|
| Sonne
Ich tat die Augen auf und sah das Helle,
Mein Leid verklang wie ein gehauchtes Wort. -
Ein Meer von Licht drang flutend in die Zelle,
Das trug wie eine Welle mich hinfort.
Und Licht ergoss sich über jede Stelle,
Durchwachte Sorgen gingen leis zur Ruh.
Ich tat die Augen auf und sah das Helle,
Nun schließ ich sie so bald nicht wieder zu.
(Frida Kahlo)
|
|
| Osterspaziergang
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
Johann Wolfgang von Goethe
|
|
|
|