Mit überirdischem Glanz bestrahlt der
Stern die Krippe. Die Engel versetzen mit sphärischen Klängen
in andere Welten. Nicht vorstellbar, Weihnachten ohne Stern und
Engel. Sie verklären diese Geburt im Stall und bringen das
Wunderbare und Geheimnisvolle zum Ausdruck.
Doch ebenso unvorstellbar, die Krippe ohne Ochs und Esel. Sie waren
schon da, bevor Maria und Joseph in den Stall kamen. Zuerst da,
sorgen sie für eine Grundwärme im Stall und im weiteren
Geschehen sind sie ganz nah dran.
Die Menschen in früheren Jahrhunderten
und noch heute in Ländern ohne Zentralheizung, wussten die
Nähe der Tiere in zu schätzen. Die Ställe wurden
an die Wohnungen der Menschen gebaut, dies war eine natürliche
Wärmequelle. Oft lebten die Tiere mit im Wohnraum. So entstand
eine Lebensgemeinschaft von Tier und Mensch.
Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe des
Herrn. So steht es bei Jesaja 1,3. Es ist der Hinweis, die
Tiere wissen, wohin sie gehören, nehmt sie zum Vorbild. Unter
Bezug auf diese Stelle im 1. Testament wurde es dann auch Brauch
Ochs und Esel an die Krippe zu stellen.
Ochs und Esel, die Tiere, die die Arbeit als Zug- und Lasttiere
für die Menschen erleichterten, die Helfer für den Lebensunterhalt,
stehen an der Krippe. Neben den überirdischen Gestalten, stehen
Ochs und Esel für den Bezug zur Erde, zum Alltag des Lebens.
Auch ihnen und damit der Schöpfung gilt die Weihnachtsbotschaft,
Gott wird Mensch und Gott kommt in unseren Alltag. Dieses uns geschenkte
Leben, die Schöpfung ist erneut geheiligt durch die Menschwerdung
Gottes. Und Ochs und Esel schenken dem Gotteskind ihre Wärme
und ein Willkommen in der Welt.
Die Tiere, Ochs und Esel, sind die ersten Zeugen für die Botschaft
von der Menschwerdung Gottes. Dann erst kommen die Hirten und die
Weisen aus dem Morgenland. Ochs und Esel sind ganz nah am Weihnachtsgeheimnis
und wir mit ihnen und Gott mit den Tieren und uns im Alltag der
Welt.
Johanna Wittmann
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